Kufsteiner Radmarathon – Nathalie u. Fabian Reischenböck

Nathalie:

Nachdem ich heuer schon bei so vielen Rennen Zuschauerin war, entschied ich mich spontan doch noch bei einem Rennen teilzunehmen und neue Motivation fürs Training zu tanken. Die Panoramarunde mit 48km und 500hm eignete ich perfekt dafür.

Schon vom Start weg war das Tempo hoch, und es ging mit viel Hektik in Richtung des ersten Anstiegs. In dieser Gruppe befanden sich nach kurzer Zeit mit mir auch noch zwei weitere Mädels. Nach dem Anstieg konnte sich die Erste etwas absetzen, während die Andere hinter mir zurückfiel. Da ich zu diesem Zeitpunkt alleine unterwegs war, entschied ich mich, auf sie und ihren Helfer zu warten.

Ab dem zweiten, längeren Anstieg fanden wir drei Frauen wieder zusammen und gemeinsam mit vier Männern hatten wir eine gute Gruppe. In dieser funktionierten wir hervorragend: die Führungsarbeit wurde geteilt und das Tempo blieb hoch.

Im Finale kam es schließlich zum Zielsprint. Dort gelang es mir, als zweite Frau die Ziellinie zu überqueren. Doch noch mehr als über das Resultat freue ich mich darüber, das gesamte Rennen schmerzfrei bestritten zu haben.

Fabian:

Bei 10°C gingen 1300 Starterinnen und Starter der Seenrunde und des Radmarathons gleichzeitig ins Rennen – entsprechend hektisch war der Beginn. Ich startete auf der Seenrunde (95km, 1200hm). Nach dem ersten Anstieg konnte ich mich in der Führungsgruppe festsetzen und dort bis etwa vier Kilometer vor dem Ziel mitfahren.

Vor mir stürzten dann zwei Fahrer, ich konnte nicht mehr ausweichen und kam ebenfalls zu Fall. Ich überschlug mich, landete hart auf den Rippen und musste erst einmal im Straßengraben durchschnaufen. Mit Schmerzen kämpfte ich mich aber dennoch ins Ziel, am Ende erreichte ich Platz 12 und Platz 6 in meiner Altersklasse.

Im Ziel wurde ich vom Notarzt versorgt und im Krankenhaus stellte sich heraus, dass ich mir drei Rippen gebrochen habe. Jetzt ist Erholung angesagt.

Viel wichtiger als jedes Ergebnis ist die Gesundheit und manchmal liegen Freude und Leid ganz nah beisammen.