Als Form- und Materialtest vor dem Showdown in 2 Wochen rund um den Attersee nutzten letzten Sonntag viele Zeitfahrer das 30. Einzelzeitfahren in Weichstetten, ausgerichtet vom Eisenbahner Sportverein Linz.
So auch Wolfgang Götschhofer und ich. Zwar kein Eisenbahner, aber mit Druck auf den Pedalen wie eine Diesellok spulte „Götschi“ die ca. 22km/160hm mit einem Schnitt von 48,3km/h ab, unterbot damit seine eigene Bestleistung auf der Strecke und zeigt sich danach sehr zufrieden. Am Ende belegte er mit einer Zeit von 27:26 Minuten Platz 1 in der AK und Platz 3 gesamt.
Mein Rennen startete wenigen Minuten nach Wolfgang. Vom Start weg gings erst mal kurz bergauf, also nach kurzem Antritt nicht gleich überziehen, rein in die Position und Rhythmus finden. Rückenwind am ersten Abschnitt, so macht das Spaß! 54er Schnitt auf den ersten 4km, knappe 80km/h in der Abfahrt – besser doch mal den Aufleger kurz verlassen. Mit leichtem Gegenwind, tendenziell bergab und wellig gings dann bis zum U-Hackerl, sozusagen der Wende. Ab hier stetig leicht bergauf bis ins Ziel. Also wieder den Drehzahlmesser im Auge haben und fest drücken. Plötzlich eine dieser unguten Situationen bei nicht gesperrter Strecke: Ein Fahrzeug biegt ab und mir bleibt nur ein Abstecher in den Straßengraben. Kein Problem, weil offroad liegt mir eh gut, aber der Schwung ist weg, der Rhythmus auch. Von Null weg wieder antreten und zurück zum Plan. Die Fahrt ging dann bis ins Ziel gut und außer ein paar Sekunden ist nichts von mir auf der Strecke geblieben.
Unterm Strich durfte ich mich mit einer Zeit von 28:39 Minuten über Platz 2 in der AK hinter Götschi und Platz 9 in der Gesamtwertung, eingebettet zwischen Felix Hermanutz und Alexander Lemp, beide wohlgemerkt ehemalige „Kings“, freuen. Der KOTL kann kommen!
Ergebnisse: Gesamtwertung.pdf

