RAA Challenge – Team RSV Atterbiker Girls

Elisabeth Muhr und ich starteten gemeinsam als Team „RSV Atterbiker GIRLS“ bei der Race Around Austria Challenge. Vor dem Start war vor allem bei mir die Nervosität groß. Ich wusste nicht genau, wie mein Körper auf Schlafentzug reagieren würde und wie ich mit der Belastung über so lange Zeit umgehen würde. Elisabeth hatte durch ihre bisherigen Ultra-Trailrunning-Bewerbe bereits deutlich mehr Erfahrung mit langen Belastungen und wenig Schlaf.

Besser wurde die Nervosität, als um 17.40 endlich unser Startschuss erfolgte. Schon von Beginn an lief alles perfekt – das lag nicht nur an uns beiden, sondern vor allem auch an unserem unglaublichen Team rundherum.

Rene hatte unsere Wechsel bereits im Vorfeld perfekt geplant und dabei genau darauf geachtet, dass wir unsere jeweiligen Stärken bestmöglich ausspielen konnten. Dadurch war von Anfang an klar, wer welche Abschnitte übernimmt. Die Wechsel selbst funktionierten dann auch genau so reibungslos, wie wir es uns vorgestellt hatten und wir konnten den Plan durchziehen.

Johannes stellte mir sein Zeitfahrrad zur Verfügung, mit dem ich auf den entsprechenden Abschnitten noch einmal richtig Zeit gutmachen konnte.

Und dann war da natürlich noch unser Betreuerteam im Auto. Sie machten sowieso den allerbesten Job. Egal ob Verpflegung, Organisation, Motivation oder einfach im richtigen Moment die richtigen Worte – wir konnten uns zu hundert Prozent darauf verlassen, dass hinter uns alles läuft. Dadurch konnten Elisabeth und ich uns voll und ganz auf unsere jeweiligen Etappen konzentrieren.

Je länger das Rennen dauerte, desto mehr wurde klar: Heute könnte wirklich alles aufgehen. Wir fanden schnell unseren Rhythmus und fühlten uns zu jedem Zeitpunkt des Rennens erstaunlich gut. Auch die Aufnahme der Carbs funktionierte perfekt.

Auf unseren letzten Etappen holten wir nochmal alles aus uns heraus und nach 18h und 32 min waren wir schließlich wieder in St. Georgen. Die Freude war riesig. Wir hatten ein perfektes Rennen hinter uns – und gerade, weil wir beide heuer auch schon das genaue Gegenteil erlebt hatten, wussten wir diesen Tag ganz besonders zu schätzen.

Als dann auch noch feststand, dass wir den Damen-Streckenrekord um 1,5 Stunden verbessert hatten, war die Freude endgültig riesig. Diesen Erfolg konnten wie mit unseren Familien und Freunden dann im Ziel genießen.