Nächstes Jahr wird wieder angegriffen – vielleicht fällt dann endlich die 2:30!
Am 06.09.2026 stand für mich mit dem Aloha TRI Mondseeland die letzte Mitteldistanz und zugleich der Saisonabschluss auf dem Programm. Schon am Vorabend kam bei der Pastaparty auf dem Schiff am Mondsee richtig gute Stimmung auf — ein cooler Auftakt für ein Rennwochenende in besonderer Umgebung.
Am Renntag selbst wurde der Start aufgrund des großen Teilnehmerfeldes um rund 30 Minuten nach hinten verschoben, da sich das Einchecken etwas verzögerte. Die zusätzliche Wartezeit änderte aber nichts an der Vorfreude auf einen schönen und intensiven Renntag im Salzkammergut.
Im Wasser nahm ich mir diesmal bewusst vor, den Beginn etwas ruhiger anzugehen. Nach den Erfahrungen der letzten Rennen wollte ich vermeiden, zu schnell loszuschwimmen und dadurch wieder in Stress oder Richtung Panikattacke zu kommen. Dieser Plan ging sehr gut auf: Ich konnte mein Tempo konstant schwimmen, fand rasch in meinen Rhythmus und hielt mich aus den gröberen „Schlägereien“ im Wasser weitgehend heraus. Nach 38:38 Minuten ging es schließlich aus dem Wasser.
Beim Wechsel aufs Rad verlor ich leider etwas Zeit, da ich nur sehr schwer in meine Radschuhe kam. Danach fand ich aber gut ins Rennen und konnte die Radstrecke solide absolvieren. Ein kleines Missgeschick passierte mir allerdings beim Wechsel meiner Trinkflaschen: Dabei verlor ich leider meinen Trinkschlauch, was ich erst zu spät bemerkte. Dadurch konnte ich rund ein Drittel meiner geplanten Verpflegung nicht mehr nutzen.
Trotzdem lief es auf dem Rad insgesamt sehr zufriedenstellend. Am Ende standen zwar rund 20 Watt weniger auf der Anzeige als im Vorjahr, die Geschwindigkeit war aber praktisch gleich. Das zeigt, dass sich die Position und das Material gut angefühlt haben und ich die Strecke effizient fahren konnte. Den Radpart absolvierte ich in 2:16:23 Stunden.
Beim abschließenden Halbmarathon war das Ziel, eine Pace von knapp über 4:30 min/km möglichst konstant bis ins Ziel zu bringen. Das gelang sehr gut. Auch wenn es gegen Ende hart wurde und es ehrlich gesagt nicht viel länger hätte dauern dürfen, konnte ich mein Tempo durchziehen und den Lauf in 1:34:13 Stunden beenden.
Nach 4:32:33 Stunden erreichte ich das Ziel. Damit war ich zwar knapp eine Minute langsamer als im Vorjahr, konnte aber dennoch meinen OÖ Landesmeistertitel in der AK40 erfolgreich verteidigen. In der Gesamtwertung bedeutete das den 39. Platz von 543 Teilnehmer, bei den Männern Rang 38 von 392 und in der AK40 den 10. Platz von 53.
Alles in allem bin ich mit meinem Rennen sehr zufrieden. Vor allem das kontrollierte Schwimmen, die solide Radleistung trotz verlorener Verpflegung und der konstante Lauf stimmen mich positiv. Der Aloha TRI Mondseeland war erneut eine sehr schöne Veranstaltung in toller Umgebung — und für mich ein gelungener Abschluss der Triathlonsaison 2026.
Ein forderndes, aber richtig schönes Saisonfinale im Salzkammergut.
Christoph Stieb, 4:32:33, AK10., Ges.39., Landesmeister AK40