Feuerwehr Radmeisterschaften Schörfling 2022 – Daniel Hochstrasser

Das Rennen: Am 10. September veranstaltete die FF Schörfling die diesjährigen österreichischen Feuerwehr Radmeisterschaften mit Start in Kammer und Ziel in Schörfling. Gut 270 Starter nahmen um 15:00 Uhr auf perfekt gesicherten Straßen die selektive Strecke die uns zuerst entlang des Attersees bis Steinbach, über die Großalmstraße entlang des Höllengebirges in Richtung Traunsee und über Pinsdorf und Aurach wieder zurück nach Schörfling führte in Angriff. Neben dem Wetter das pünktlich zum Startschuss, nach mehreren Stunden Sturm und Regen wie aus Kübeln, die Sonne durchblitzen ließ, sorgte vor allem das starke Starterfeld und die tolle Organisation durch den Veranstalter für richtig Lust auf knapp eineinhalb Stunden „bolzen“.

Der Verlauf: Gleich nach dem Start konnte ich mich recht gut positionieren und relativ locker an der Spitze bis Steinbach mitrollen. Auf die Großalm ging es dann richtig los. Gleich nach der Abzweigung in Steinbach setzte ich eine Attacke und es ging mit ordentlich Tempo in den Anstieg. Um die folgende Abfahrt nicht alleine zu bestreiten und so zu viel Kraft zu verblasen nahm ich etwas Tempo heraus und passierte mit drei Mitstreitern am Hinterrad den höchsten Punkt. Im Wissen, dass wir bei dem flachen bis fallenden Streckenprofil über Neukirchen nach Pinsdorf gegen das große Verfolgerfeld wohl nur gemeinsam eine Chance hatten funktionierte die Zusammenarbeit richtig gut und wir konnten uns einen komfortablen Vorsprung auf die Verfolger erarbeiten. Auf den finalen Kilometern über Aurach nach Schörfling änderte sich die Charakteristik der Strecke dann wieder völlig. Ein „Hügerl“ folgte dem nächsten. Die Beine waren gut und die Motivation beim Heimrennen naturgemäß top.

Die Konsequenz: 10km vor dem Ziel fasste ich mir ein Herz und attackierte auf einem der kurzen aber giftigen Anstiege. Schnell merkte ich, dass keiner folgen konnte. Von nun an hieß es Kopf hinein und ab geht die Post. Meter für Meter konnte ich meinen Vorsprung ausbauen. Im Ziel betrug der Abstand auf die ersten Verfolger schließlich satte 34 Sekunden…und endlich war er da – der erste Gesamtsieg!

Das Fazit: Natürlich habe ich immer gehofft und hart dafür gearbeitet wieder konkurrenzfähig Radrennen fahren zu können – nach über 10 Jahren weg vom „Geschäft“ das dann aber auch wirklich zu erreichen ist zugegebenermaßen etwas ganz Besonderes für mich. Im Ziel zu stehen und zu sehen wie sehr sich die vielen Freunde und Kollegen mit mir gemeinsam über den Erfolg freuen ist jedoch das eigentlich Überwältigende und die wunderschöne Erinnerung die bleibt – vielen Dank! <3