Der King of the Lake, mittlerweile die Mutter aller Zeitfahren, fand heuer am letzten Septemberwochenende statt. Heuer ging es für mich erstmals in der Altersklasse U60 an den Start – was sich mit gerade einmal 50 Jahren zugegebenermaßen schlimm anhört. 🙈
Das Wetter spielte perfekt mit. Typisches KOTL-Wetter, angenehme Temperaturen und nur leichter Wind sorgten für sehr gute und faire Bedingungen. Die Konkurrenz in meiner neuen Altersklasse war allerdings international richtig stark. Etwas speziell war diesmal meine persönliche Rennvorbereitung. Da am selben Tag gute Freunde von uns heirateten, war mein Zeitplan ziemlich eng. Zwischen Trauung, Renn-Start um 15:42 und der Hochzeitsfeier blieben mir gerade einmal zwei Stunden.
Sportlich lief es zunächst nicht ganz nach Wunsch. Auf der ersten Hälfte bis Unterach fand ich nie so richtig in den Flow – es wollte einfach nicht so richtig rollen …
Ab Unterach änderte sich das Gefühl und die zweite Hälfte lief dann etwas besser. Im Ziel kam dann aber die richtig schöne Überraschung: unter einer Stunde, wenn auch nur knapp 😉
Die Runde um den Attersee zum zweiten Mal in Sub 1h zu schaffen, war eines meiner großen Ziele in diesem Jahr. Umso schöner, weil dies beim KOTL zuvor noch keinem Fahrer über 50 gelungen war. In der stark besetzten U60-Klasse bedeutete meine Zeit von 59:51 Minuten am Ende Platz 2 hinter Chr. Cepnik – ein Ergebnis, mit dem ich mehr als zufrieden bin. Lange Zeit zum Feiern gab es allerdings nicht. Nach dem Zieleinlauf ging es schnell wieder zurück auf die Hochzeit. 😊
Die sportliche Feier und der Saisonabschluss wird daher noch etwas verschoben, denn bereits nächstes Wochenende wartet die UEC-Europameisterschaft im Einzelzeitfahren in Varese. 🇮🇹
Danach wird dann auch auf den KOTL richtig angestoßen!