Das Rennen begann von Beginn an äußerst schnell und offensiv. Immer wieder kam es zu Attacken und Tempoverschärfungen, wodurch sich früh eine Ausreißergruppe einen Vorsprung von bis zu vier Minuten herausfahren konnte. Im Feld wurde jedoch konsequent nachgearbeitet, sodass bis auf einen Fahrer alle Ausreißer wieder gestellt wurden.
Auch die Atterbiker prägten das Renngeschehen maßgeblich. Bereits in der Anfangsphase kontrollierten sie das Tempo, bevor sich das Rennen Richtung Hof und spätestens im Weißenbachtal entscheidend zuspitzte. Dort wurde das Feld stark selektiert und eine rund 20 Fahrer starke Spitzengruppe gebildet, in der die Atterbiker mit Fabian, Daniel und Florian besonders stark vertreten waren. Immer wieder wurde attackiert – unter anderem auch durch Fabian –, doch bis zum Schlussanstieg konnte sich keine entscheidende Gruppe lösen.
Am Lichtenberg fiel schließlich die Vorentscheidung. Die entscheidende Attacke konnten nicht mehr alle Fahrer mitgehen, ehe sich auf der Abfahrt nochmals mehrere Gruppen zusammenschlossen. Die letzten Kilometer wurden in einer größeren Gruppe absolviert, bevor im Zielsprint die Platzierungen vergeben wurden.
Fabian beendete das Rennen auf dem hervorragenden 10. Gesamtrang und wurde Dritter seiner Altersklasse. Florian erreichte trotz eines Defekts und eines langen Solo-Finales noch den starken 14. Gesamtrang. Paul absolvierte den Mondsee Radmarathon erstmals und erreichte nach 3:46:31 Stunden das Ziel. Reinhard hielt bis ins Weißenbachtal mit der Spitzengruppe mit, musste aufgrund der enormen Hitze und aufkommender Krämpfe später jedoch ein langes Einzelzeitfahren bis ins Ziel absolvieren.
Alex entschied sich nach seinem Sturz bei der Dolomitenrundfahrt kurzfristig für einen Start auf der B-Strecke. Trotz anhaltender Rippenschmerzen hielt er bis ins Weißenbachtal in der Hauptgruppe mit. Als dort das Tempo deutlich verschärft wurde, musste er reißen lassen, kämpfte sich aber in der Verfolgergruppe bis ins Ziel und zeigte damit eine starke Leistung trotz seiner Verletzung.
Auch für Nathalie verlief das Rennen äußerst anspruchsvoll. Nach dem eigenen Damenstart gelang es ihr am Anstieg nach Hof nur knapp nicht, die erste Gruppe zu halten. Gemeinsam mit einer Mitstreiterin versuchte sie zunächst den Anschluss wiederherzustellen, ehe sich nach St. Gilgen eine größere Gruppe formierte. Mit Unterstützung einer schnellen Männergruppe ging es bis kurz vor den Lichtenberg, bevor sie die letzten Kilometer im Alleingang absolvierte. Besonders emotional war für sie die großartige Unterstützung durch Familie, Freunde und Teamkollegen entlang der Strecke beim Heimrennen.
Für Julian war der Mondsee Radmarathon (Strecke C)sein erstes Radrennen mit Massenstart. Entsprechend groß war die Nervosität vor dem Start. Von Startblock drei aus gelang ihm ein guter Rennbeginn, auch wenn das hohe Anfangstempo fordernd war. Zusätzliche Aufregung brachte ein Wespenstich in der ersten Abfahrt, dennoch konnte er den Anschluss an seine Gruppe halten und sich auf den folgenden Flachstücken wieder gut erholen. Nach einem konstanten Rennen mit einigen anspruchsvollen Anstiegen erreichte er das Ziel nach 1:55:10 Stunden auf dem 98. Gesamtrang und als 18. seiner Altersklasse.
Bereits am Samstag sorgte Josef beim Kinderrennen für einen Atterbiker-Erfolg. In der U7-Kategorie setzte er sich mit einer souveränen Leistung gegen seine Konkurrenz durch und durfte sich über den verdienten Tagessieg freuen.
Der größte Erfolg gelang den Atterbikern jedoch als Mannschaft: Dank einer geschlossenen und starken Teamleistung sicherten sich die vier schnellsten Fahrer den Sieg in der Mannschaftswertung. Gemeinsam mit Josefs Sieg im Kinderrennen, zahlreichen starken Einzelergebnissen und der großen Präsenz der Atterbiker beim Heimrennen wurde das Rennwochenende in Mondsee zu einem rundum gelungenen Erfolg für den Verein.