Am Sonntag, den 31. August, war es wieder so weit: Der legendäre Ötztaler Radmarathon stand auf dem Programm. Gemeinsam mit den beiden Tigers vom Nachbarverein Christoph S. und Jochen F. ging es für mich und weitere knapp 4.500 Starterinnen und Starter bereits um 6:30 Uhr auf die Reise durch Tirol, Südtirol und das Ötztal.
Gleich zum Start herrschte eine unglaubliche Stimmung, die die morgendliche Kälte etwas erträglicher machte. Die ersten Kilometer rollten schnell, ehe es mit einer rasanten Abfahrt hinunter nach Ötz ernst wurde – und dann direkt hinein in den ersten langen Anstieg, das Kühtai. Dank gleichmäßig gehaltener Wattwerte konnte ich dort Körner sparen und hatte ein gutes Gefühl für den weiteren Rennverlauf.
Am Brenner erwischten Christoph und ich eine richtig starke Gruppe, sodass der Anstieg mit wenig Aufwand zu meistern war. Der darauffolgende Jaufenpass zeigte dann schon deutlich mehr Zähne – anstrengend, aber zeitlich noch gut im Plan. Bis dorthin war ich zusammen mit Christoph unterwegs, was die langen Stunden im Sattel spürbar angenehmer machte.
In der Abfahrt vom Jaufenpass ließ ich bewusst etwas Tempo raus und verlor zwar ein paar Minuten, dafür ging es sicher hinunter. Der letzte und zugleich härteste Teil wartete aber noch: das Timmelsjoch mit fast 30 Kilometern Länge und 2.000 Höhenmetern. Trotz schwindender Kräfte war die Strecke ein echtes Erlebnis – landschaftlich wunderschön und atmosphärisch einmalig. Auf den letzten Metern wurde der kleine Gegenanstieg in der Abfahrt noch einmal richtig „grauslich“, aber danach war es geschafft: Zieldurchfahrt in 9:29 Stunden.
Damit konnte ich meine Zeit von 2023 um mehr als 20 Minuten verbessern – ein Resultat, mit dem ich mehr als zufrieden bin. Mit etwas optimalerer Vorbereitung ginge es vielleicht noch schneller, aber das Erlebnis selbst bleibt unverändert großartig.
Ein riesiges Dankeschön geht an meine beiden Begleiter für das rundum lustige Wochenende und ein großes Lob an die gesamte Ötztaler Organisation – perfekter Ablauf, wie jedes Jahr!