Salzkammergut Trophy – Haslinger Berni, Sandra Krieg

Bericht: Bernhard Haslinger

Nachdem dieses Jahr die geplante Teilnahme an der B-Strecke leider vom Kalender gestrichen werden musste, stand ich vergangenen Samstag wie schon die letzten Jahre im Startblock der E-Strecke über 54,9km.

Mit nur zwei MTB-Ausfahrten dieses Jahr in den Beinen hatte ich so gar keine Ahnung, wo ich stand und daher auch keine Zielzeit. Einziges Ziel war es krampffrei ins Ziel zu kommen. Daher war das Pacing in den ersten beiden Anstiegen etwas gebremst. Nach dem steilen Anstieg nach Herndl und der Abfahrt durch die Ewigen Wand konnte ich am Weg Richtung Chorinsky-Klause mit zwei „Zugmaschinen“ richtig Druck aufs Pedal machen. Ab der letzten Labstelle vorm Anstieg Richtung Hochmuth konnten mir meine beiden Begleiter dann nicht mehr folgen. Die Krafteinteilung war perfekt, genau am höchsten Punkt war der Ofen quasi aus. Die Streckenkenntnis und die Erfahrungen aus den letzten Jahren machte sich hier bezahlt.

In der letzten Abfahrt und dem Weg retour ins Ziel kam dann wie immer die zweite Luft. Die Zieleinfahrt in der Hauptstraße von Bad Goisern, gesäumt von einer Menschenmenge, war wie immer ein Traum. Die Anstrengung und auch die leichten Zuckungen in den Schenkeln beim Zielsprint waren bei den Gesprächen mit meinen Weggefährten wie weggeblasen.

In Erinnerung bleibt auf alle Fälle ein von Anfang bis zum Schluss perfekt eingeteiltes Rennen. Das macht Lust auf mehr im kommenden Jahr…

Bericht: Sandra Krieg

Heuer habe ich mich dazu entschieden, die Strecke F bei der Salzkammergut Trophy zum 2. Mal zu fahren.
Die 37,3 km und 1.044 HM bin ich trotz minimaler Freizeit ein paar Mal zum Training abgefahren. Das Wetter war ideal, etwas Sonne/Wolken/kein Regen. Um 11:50 Uhr war Start für meine Strecke.
Die Aufregung war groß, aber die Stimmung am Start und auf der Strecke noch größer. Die Bewohner haben sich viel einfallen lassen, teilweise verkleidet und Party in den Fanzonen. Beim ersten großen, langen Anstieg auf Asphalt war ich gut dabei. Der Wiesentrail war durch den Regen am Vortag sehr matschig und rutschig. Bei den Trails musste ich teilweise schieben, ich wollte aber auch kein Risiko eingehen und sicher ans Ziel kommen. Die engen Stellen und schnelleren Fahrer waren ziemlich stressig. Hier drehte sich kleines Geäst mit Blättern, vermischt mit den Grasbüscheln von vorhin, in meine Zahnräder.
Beim Bergabfahren merkte ich das noch nicht so. Wie ich dann geradeaus fahren wollte, drehte es auf einmal durch beim Treten. Das brachte mich in leichte Panik, weil ich das Problem nicht kannte und nur mehr schwer voran kam. Bergauf hätte ich nicht wirklich fahren können. Zum Glück erreichte ich bald eine Servicestation und zitterte, ob ich weiterfahren konnte oder nicht. Nach einer gefühlten Ewigkeit, es waren ca. 5 Minuten, konnte ich das Rennen fortsetzen. Hierfür war ich extrem dankbar und dass es solche Möglichkeiten gibt. Ein Learning, mehr mit der Radtechnik beschäftigen.

Bei der Labestation blieb ich diesmal nur ganz kurz stehen, um möglichst viel Zeit aufzuholen. Der darauffolgende Anstieg ist endlos, aber bergauf kam ich gut voran und konnte wieder ein paar Teilnehmer einholen, auch bekannte Gesichter vom Anfang waren wieder dabei. Dafür wurde ich bei den Trails teilweise wieder überholt. Ein paar schwierige Stücke schaffte ich sogar zum Durchfahren, was mich freute.
Ein paar Damen konnte ich auch noch überholen. Die letzte halbe Stunde ca. begannen sich meine Beinmuskeln teilweise zu verkrampfen, was ich noch nie beim Radfahren hatte. Ich hatte Angst, dass ich nicht mehr richtig fahren konnte und gab mein Bestes. Nachdem ich nochmal richtig Gas gegeben habe, erreichte ich das Ziel mit einer Zeit von 2:53 h.
Es ist ein super Gefühl, wenn man im Ziel von den Zuschauern so richtig gefeiert wird. Die Stimmung bei diesem Rennen ist einfach einzigartig und alles top organisiert. Bei der Ziellabestation bekam ich dann schwere Krämpfe und leichte Muskeleinrisse. Im Vergleich zu meinem ersten Rennen auf der F-Strecke, konnte ich mich um 6 Minuten verbessern, trotz Panne. Bei den Damen erreichte ich Platz 35 gesamt und Platz 32 Altersklasse von 68 Teilnehmerinnen. Ich bin voll zufrieden mit meinem Ergebnis. Trotz Dauerstress, extremer Belastung, Panne und Schmerzen konnte ich meine Trainingszeit um 30 Minuten verbessern.
Ich bin froh, dass ich heuer teilgenommen habe – einmal Hölle und zurück.